Bausparkasse

Die Bausparkasse ist ein Spezialkreditinstitut, welches ausschließlich das Geschäft des Bausparens betreibt. Dieses sollte in der Vergangenheit vor allem bei der Finanzierung eines Eigenheims bzw. von Renovierungsarbeiten helfen. Hierbei wird vor allem das Bausparprinzip verfolgt. Demnach sparen einige Bausparer ihren Bausparvertrag an, andere wiederum können nach erfolgreicher Ansparung und nach dem Ablauf der Mindestsparzeit ihr Bauspardarlehen verwenden.

Grundsätzlich darf ein Bausparvertrag nur wohnwirtschaftlich und zu eigenen Zwecken verwendet werden. Heute ist Bausparen aber auch als Anlageform bekannt, beispielsweise als Sparplan, bei dem auch die staatlichen Zulagen genutzt werden können. Zu diesen Zulagen gehören die Wohnungsbauprämie sowie die Arbeitnehmersparzulage, die jedoch nur bei Einhaltung gewisser Einkommensgrenzen zu erhalten sind.

Die Bausparkasse hat sich in Deutschland erst in den 1920er Jahren, nach dem Ende des ersten Weltkriegs, etabliert. Damals bestand ein sehr hoher Bedarf an Wiederherstellung der zerstörten Häuser, die Bausparkasse war daran maßgeblich beteiligt. Heute haben mehrere Millionen Bürger in Deutschland einen Bausparvertrag, um hiermit ihr Eigenheim zinsgünstig und flexibel finanzieren zu können.

In Deutschland sind unterschiedliche Bausparkassen am Markt vertreten. Die wohl größte Gruppe nehmen hierbei die privaten Bausparkassen ein, die vor allem mit Banken und Versicherungen zusammenarbeiten. So werden sehr große Vertriebswege geschaffen, auf denen die Bausparverträge verkauft werden können. All diese Bausparkassen agieren in der Rechtsform der Aktiengesellschaft.

Eine weitere Gruppe der Bausparkassen sind die Landesbausparkassen, deren Träger verschiedene Bundesländer sind. Sie machen etwa ein Drittel des Gesamtmarktes aus. Diese Landesbausparkassen arbeiten auf einem nur begrenzten Gebiet (z.B. LBS Ost) in Zusammenarbeit mit den dort ansässigen Sparkassen.