War es bis vor einigen Jahren noch möglich, dass der Staat durch die Eigenheimzulage den Erwerber selbst genutzter Immobilien acht Jahre lang finanziell unterstützte, müssen sich die Bauherren nun nach anderen Möglichkeiten für eine günstige Baufinanzierung umsehen.
Der Wegfall der Eigenheimzulage ist auch deshalb ärgerlich, weil der Staat das Geld ohne eine Gegenleistung zahlte. Und je mehr förderungsberechtigte Personen vorhanden waren, desto höher war auch die Zulage. Wenngleich der Staat eben keine “Geschenke” an die Bauherren mehr verteilt, so können diese dennoch damit rechnen, Darlehen zu guten Konditionen zu erhalten.
Bei diesen Darlehen handelt es sich beispielsweise um Baufinanzierungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dieses im Besitz der Bundesländer befindliche Kreditinstitut vergibt im Rahmen der Immobilienfinanzierung Kredite, deren Zinssätze meist bedeutend geringer sind, als die Zinssätze der Kredite bei den Banken und Sparkassen.
Ein Vorteil der KfW Baufinanzierung ist, dass sie auf Antrag einige Jahre tilgungsfrei gestellt werden kann, was gerade bei Eigentümern, die zum ersten Mal eine Immobilie erwerben, von Vorteil sein kann. Ist man doch am Anfang froh über jeden Euro, den man erst einmal nicht bezahlen muss. Im Anschluss an diese tilgungsfreie Zeit muss der im Rahmen der KfW Baufinanzierung aufgenommene Kredit jedoch mit mindestens 1,5 % der Kreditsumme getilgt werden.
Vermittelt werden die Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau durch die Filialbanken, bei denen der Erwerber seine Baufinanzierung abschliesst.