Der Bausparvertrag ist eine der Möglichkeiten, um eine Baufinanzierung auf die Beine zu stellen. Dabei muss der Bausparer, um ein Bauspardarlehen zu bekommen, ein bestimmtes Bausparguthaben, das der Höhe seines Eigenkapitals entspricht, ansparen.

Dazu wird bei einer Bausparkasse ein Bausparvertrag über eine bestimmte Bausparsumme abgeschlossen. Der Kunde sichert sich bereits zu diesem Zeitpunkt einen günstigen Zinssatz für das spätere Bauspardarlehen. Doch zuerst geht es an das Sparen.

In der Gemeinschaft aller Bausparer wird dann in der Regel über mehrere Jahre das Bausparguthaben, welches auch verzinst wird, mit monatlich festgelegten Beträgen angespart. Meistens beträgt der Anteil des Bauspardarlehens an der gesamten Baufinanzierung zwischen 40 und 60 Prozent. Das ist einerseits ziemlich hoch, bietet aber den Vorteil, dass das später aufzunehmende Darlehen entsprechend geringer ausfällt und damit schneller getilgt werden kann, als ein reguläres Hypothekendarlehen.

Hinzu kommt, dass Bausparverträge staatlich gefördert werden. Der Bausparer kann in einen Bausparvertrag seine vermögenswirksamen Leistungen einbringen. Unter bestimmten Voraussetzungen erhält er auch die Wohnungsbauprämie.

Nach dem neuen Eigenheimrentengesetz, auch Wohn-Riester genannt, können Bausparverträge dann nach den bisher bekannten Riestermodellen abgeschlossen werden. Das Bausparen, oder überhaupt die Schaffung von selbst genutztem Wohneigentum, zählt dann zur staatlich geförderten Altersvorsorge. Dadurch eröffnen sich den Bausparern neue Möglichkeiten. Denn die Produkte, die künftig von den Bausparkassen angeboten werden, sind dann wie die Rentenverträge, Riester zertifiziert.

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