Bauspardarlehen sind für Immobilienfinanzierungen ein wichtiger Bestandteil. Nachteilig ist jedoch, dass diese günstigen und flexiblen Darlehen erst genutzt werden können, wenn Mindestsummen angespart sind und die Zuteilungsreife erreicht wurde. Nicht selten dauert dies mehrere Jahre nach Abschluss des Vertrages.
Um Bauherren und Hauskäufern zu helfen, bieten Bausparkassen und Banken sogenannte Zwischen- bzw. Vorfinanzierungen an. Bei beiden Finanzierungen handelt es sich um tilgungsfreie Darlehen, bei denen der Bausparer nur die Zinsen bezahlt. Die Ablösung erfolgt dann bei Zuteilungsreife mit dem Bauspardarlehen.
Die Zwischenfinanzierung ist für all jene Bausparer gedacht, die bereits seit einiger Zeit einen Vertrag besitzen und diesen auch schon bespart haben. Dabei soll die Zwischenfinanzierung nur noch die Zeit überbrücken, die bis zur Zuteilungsreife des Bauspardarlehens benötigt wird. Sie weist daher oft nur eine Laufzeit von wenigen Monaten auf.
Dem gegenüber steht das Vorausdarlehen, welches mehrere Jahre bestehen kann. Dieses wird meist dann genutzt, wenn bisher noch kein Bausparvertrag vorhanden ist. Der Abschluss des Bausparvertrages erfolgt hierbei meist gleichzeitig mit der Aufnahme des Vorausdarlehens.
Einige Banken und Bausparkassen haben aus dem Vorausdarlehen auch besondere Kreditprogramme entwickelt, die sogenannten Konstant-Darlehen. Konstant-Darlehen stellen eine Verbindung von Vorausdarlehen und Bausparvertrag dar und bieten dem Kunden eine Zins- und Ratensicherheit über Laufzeiten von bis 28 Jahren.
Gleichgültig, ob ein Vorausdarlehen oder eine Zwischenfinanzierung genutzt wird, die Absicherung beider Darlehen erfolgt durch Eintragung einer Grundschuld und Abtretung des Bausparvertrages.