Die Deutschen sind Weltmeister im Sparen. Vermögensaufbau liegt hierzulande scheinbar in den Genen. So oder so ähnlich könnte man es sich zumindest erklären, dass die meisten Menschen so gut wie jeden Euro auf die hohe Kante legen, der am Monatsende übrig bleibt. Bei der Wahl des richtigen Produktes zum gut geplanten Vermögensaufbau spielt der Bausparvertrag oftmals eine wichtige Rolle.

Bausparverträge zielten zwar ursprünglich darauf ab, dem Vertragsinhaber ein zinsgünstiges Darlehen zu verschaffen, spätestens aber mit der Einführung der Wohnungsbauprämie und der stetig steigenden Popularität der staatlichen Subvention fürs Sparen, wurden Bausparverträge auch verstärkt abgeschlossen, um langfristig Vermögen zu bilden. Mit der Wohnungsbauprämie erhält der Sparer jährlich 8,8 Prozent auf die von ihm geleisteten Einzahlungen (bis zu einem Maximalbetrag von 512 Euro) in den Bausparvertrag, sofern eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten wird.

Aber auch, wenn kein Anspruch auf Wohnungsbauprämie besteht, kann ein Bausparvertrag eine interessante Alternative zum klassischen Sparvertrag sein. Nicht selten schlagen die speziellen Sparertarife der Bausparkassen manche Sparpläne um Längen. Außerdem bringt ein Bausparvertrag auch eine hohe Flexibilität mit sich. Denn der Vertrag verpflichtet nicht zur Besparung. So kann der Sparer den Vertrag zum Beispiel monatlich oder jährlich besparen, oder die Besparung ganz aussetzen.

Allerdings kann ein Bausparvertrag auch nicht ohne Weiteres gekündigt werden. Im Falle einer vorzeitigen Auflösung droht der Verfall von Bonuszinsen oder der Wohnungsbauprämie. Nur in speziellen Fällen ist die vorzeitige Verfügung “prämienunschädlich” möglich.

Comments are closed.