Die erste Wahl für die Durchführung einer Baufinanzierung ist bei den meisten Kunden nach wie vor das Hypothekendarlehen. Der Baufinanzierer erhält mit einem Hypothekendarlehen die Möglichkeit zu vergleichsweise geringen Zinsen, die er sich über die Vereinbarung einer Zinsbindung für bis zu 20 Jahre sichern kann, sein Eigenheim vollständig zu bezahlen.
Hin und wieder wird das Hypothekendarlehen auch als Annuitätendarlehen bezeichnet, da sich die monatlich zu zahlende Annuitätenrate, kurz Annuität, zwar aus zwei Komponenten zusammensetzt, die Gesamtrate aber stets gleich hoch bleibt, solange eine Zinsbindung besteht.
Die beiden angesprochenen Komponenten der Annuität sind die Zinsen und die Tilgung des Darlehens. Der zu zahlende Zinssatz liegt bei einem Hypothekendarlehen in der Regel zwischen 4-7 Prozent, die anfängliche Tilgung beträgt in den meisten Fällen zwischen 1-3 Prozent jährlich von der Kreditsumme ausgehend gerechnet.
Sowohl für die Banken als Kreditgeber, als auch für den Kunden als Kreditnehmer, bietet das Hypothekendarlehen einige Vorteile. Durch die Eintragung einer Grundschuld als Kreditsicherheit kann die Bank das vergebene Darlehen relativ gut absichern, wobei natürlich stets ein Restrisiko bleibt. Denn bei einer Zwangsversteigerung wird fast nie der Wert erzielt, den die Immobilie tatsächlich aufweist.
Falls der Kunde eine feste Zinsbindung vereinbart hat, kann er auf relativ lange Sicht die Kreditrate sehr gut in die monatliche Ausgabenrechnung einbeziehen, da sich deren Höhe während dieser Zinsfestschreibung nicht ändert.