Für nicht wenige Kunden ist die Baufinanzierung zunächst ein abstrakter Begriff, sofern sich diese noch nicht aktiv mit dem Thema beschäftigt haben. Wie die Berechnung einer Baufinanzierung aussieht und strukturiert sein könnte, soll daher folgendes Praxisbeispiel verdeutlichen.

Familie Hansen, das sind Vater und Mutter Hansen sowie der 12-jährige Sohn Tim, haben sich entschlossen, ein Reihenhaus zu kaufen. Aus diesem Grunde sparen sie bereits seit drei Jahren Kapital in einem Bausparvertrag an. Das Reihenhaus hat einen Kaufpreis von 150.000 Euro und es fallen insgesamt Nebenkosten wie Maklercourtage und Notargebühren von rund 8.000 Euro an.

An Eigenkapital ist bei Familie Hansen inklusive des Guthabens aus dem Bausparvertrag eine Gesamtsumme von 38.000 Euro vorhanden, sodass noch 120.000 Euro fremdfinanziert werden müssen.

Im Rahmen der anstehenden Baufinanzierung möchte Herr Hansen gerne ein Bauspardarlehen über 30.000 Euro in Anspruch nehmen, und die restlichen 90.000 Euro durch ein Annuitätendarlehen finanzieren.

Für das Bauspardarlehen ist mit einer monatlichen Kreditrate von 360 Euro auszugehen, da die Bausparsumme 60.000 Euro beträgt, und der Tarif eine Darlehensrate von sechs Promille im Monat - von der Bausparsumme gerechnet - vorsieht.

Für die 90.000 Euro aus dem Annuitätendarlehen ist ein Zinssatz von fünf Prozent und eine Tilgung von anfänglich zwei Prozent zu leisten, sodass hier die Monatsrate bei 525 Euro liegt. Die Gesamtbelastung beträgt für Familie Hansen also 885 Euro im Monat.

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