Die meisten Kredite werden heute von Banken vergeben. Allerdings steigt im Bereich der Baufinanzierung auch die Kreditvergabe der Bausparkassen kontinuierlich an, da der Kunde hier ein sehr zinsgünstiges Bauspardarlehen erhalten kann.
Das Bauspardarlehen ist kein “losgelöster” Kredit wie beispielsweise der Ratenkredit oder das Hypothekendarlehen, sondern es ist stets an das Vorhandensein eines Bausparvertrages gekoppelt. Im Rahmen dieses Bausparvertrages muss der Kunde zunächst einen bestimmten Kapitalbetrag ansparen, um später das Bauspardarlehen beantragen und dann auch in Anspruch nehmen zu können.
Sehr beliebt ist das Bauspardarlehen vor allem aufgrund zweier Tatsachen. Zum einen sind die zu zahlenden Darlehenszinsen im Vergleich zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten extrem günstig, zum anderen bleibt die Höhe der Darlehensrate immer gleich. Der Bausparer muss also nicht wie bei dem Hypothekendarlehen “Angst haben”, dass durch steigende Marktzinsen auch die Zinsen für seinen Kredit steigen.
Neben der zu leistenden Mindestansparung gilt zum Erhalt des Bauspardarlehens als weitere wichtige Voraussetzung, dass dieses nur für sogenannte wohnwirtschaftliche Maßnahmen vom Bausparer verwendet werden darf. Dazu zählen zum Beispiel neben dem Hausbau und dem Erwerb einer Immobilie auch Renovierungsarbeiten oder Umbaumaßnahmen an einem bereits vorhandenen Objekt.
Im Durchschnitt kann der Bausparkunde davon ausgehen, dass er das Bauspardarlehen ca. 1,5-2 Prozent günstiger erhält, als es bei einem Hypothekendarlehen der Fall ist.