Wenn sich jemand eine eigene Immobilie kauft, wird er diese zu einem großen Teil über Kredite der Bank finanzieren müssen. Die Höhe der Rate ist natürlich zu allererst davon abhängig, welche Art von Baufinanzierung man mit seiner Bank vereinbart.
Vernünftigerweise sollte die Finanzierung immer auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers abgestellt sein, sodass während der Finanzierungsphase die Raten bequem zu zahlen sind. Der den Raten zugrunde liegende Zinssatz setzt sich immer aus den Zinsen für das entsprechende Darlehen sowie der Tilgung zusammen.
In aller Regel liegt die Tilgung bei 1% der aufgenommenen Darlehenssumme. Nur Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können auf Antrag einige Jahre tilgungsfrei gestellt werden, sodass nur die Darlehenszinsen anfallen. Danach allerdings beträgt die Tilgung mindestens 1,5%.
Durch die einprozentige Tilgung sind Baufinanzierungen fast immer auf eine Laufzeit von 25 bis 30 Jahren abgestellt. Dass in diesem langen Zeitraum eine Menge Zinsen anfallen, steht außer Frage. Und daher überlegen manche Immobilienerwerber, ob sie nicht eine höhere Tilgung mit ihrer Bank vereinbaren.
Gerade in Zeiten, in denen die Darlehenszinsen auf einem niedrigen Niveau sind, sollte ein höherer Tilgungssatz in Betracht gezogen werden. Voraussetzung für die höhere Tilgung ist aber, dass der Immobilienerwerber sich die Mehrbelastung leisten kann.
Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist, wenn die Darlehenszinsen neu berechnet werden, kann der Immobilienkäufer dann auch wieder über eine niedrigere Tilgung nachdenken.