In die eigenen vier Wände einziehen - ein Traum unzähliger junger Familien, doch auch heute noch für viele ein scheinbar unerreichbares Begehren.
Bis vor wenigen Jahren galt: Bauen ohne Eigenkapital gibt es nicht. Banken finanzierten Bauvorhaben mit bis zu 80%, das bedeutete ohne ein Eigenkapital von mindestens 20% des Baupreises gab es keine Möglichkeit, das Vorhaben umzusetzen. Dies hat sich nun geändert.
Der Trend kam aus dem Ausland, wo führende Banken Bauvorhaben ohne jegliches Eigenkapital mit bis zu 105% finanzieren, sodass sogar die ersehnte Einbauküche und die Lieblingstapeten an den Wänden plötzlich ohne eigene Rücklagen machbar sind.
Das Geschäft boomt, und deutsche Banken geraten in Zugzwang. Heute geben sogar kleine Banken eine Finanzierung von bis zu 108%. In Zeiten sinkender Immobilienpreise bleibt das Riskio für die Banken überschaubar, zudem lassen sie sich die zuvorkommende Finanzierung mit großzügigen Zinsen vergelten.
Ein Vergleich lohnt sich, und gerade die kleineren Banken halten ansprechende Konditionen für die Finanzierung des Eigenheims bereit. Hauptzielgruppe für Vollfinanzierungen sind junge Familien mit gutem Verdienst, jedoch ohne bereits aufgebaute Rücklagen.
Der Vorteil der Vollfinanzierung liegt auf der Hand. Der Nachteil ist neben den erhöhten Zinsen die höhere Belastung in der Abzahlungsphase. Natürlich gilt auch beim Bauen ohne Eigenkapital: Ohne ein geregeltes und adäquates Einkommen lässt sich keine Bank auf eine Finanzierung - gleichgültig welcher Art - ein.