Kassensturz

Der Kassensturz hat große Bedeutung in Vorbereitung für Finanzierungsverhandlungen mit den Banken. Mit ihm lässt sich ermitteln, wie hoch die monatliche Belastung überhaupt sein darf. Der potenzielle Häuslebauer kann davon ausgehen, dass für etwa 1.000 Euro, die er als Belastung tragen kann, die Bank im Regelfall einen Kredit von 150.000 Euro gewähren wird. Der Kassensturz zeigt dann die eigene Belastungsgrenze auf. Viele Eigenheimbauer schätzen die finanzielle Lage, in der sie sich befinden, falsch ein, oder überschätzen ihre wirkliche Leistungsfähigkeit. Zum Preis für Haus und Grundstück sind noch diverse Nebenkosten zu addieren allein für den Makler und den Notar.

Meistens reicht es daher nicht aus, einfach den kompletten Wegfall der monatlichen Miete zu betrachten. Das monatliche Einkommen sollte so hoch sein, dass die zu erwartenden Belastungen ohne Probleme getragen werden können. Es muss genügend Spielraum für die täglichen Dinge des Lebens bleiben. Dass der bisher gewohnte Lebensstandard etwas zurückgehen kann, das wissen viele, aber wo die Sparpotenziale liegen, muss erst herausgefunden werden. Dies ermöglicht der Kassensturz.

Wichtig ist außerdem die Frage des Eigenkapitals. Niemals sollten auch die letzten liquiden Mittel mit eingerechnet werden. Immer muss Geld für Unvorhersehbares zurückgehalten werden. Auch sollten die zu erbringenden Eigenleistungen nicht zu hoch angesetzt werden. Entsprechend gut vorbereitet können dann die ersten Finanzierungsgespräche mit der Bank in Angriff genommen werden.